Zusammen mit dem Selbsthilfenetzwerk Wiese e.V., dem Verein für Gesundheitssport und Sporttherapie an der Universität Duisburg-Essen (VGSU e.V.) und der Ehrenamt Agentur Essen e.V. veranstaltet die Contilia auch 2024 wieder einen besonderen Wohlfühltag. Am Mittwoch, 10. Juli 2024 erwartet interessierte Frauen in der traumhaften Umgebung von Schloß Borbeck in Essen erneut ein umfangreiches und kostenloses Programm mit fast 60 Vorträgen, Workshops, Gesprächskreisen und Schnupperkursen. Das Motto in diesem Jahr lautet: „Mein Leben – ganz nah bei mir“.
„Unser Körper, unsere Gefühle, unsere Beziehungen – all dies gehört zu unserem Leben, ist ganz nah bei uns, immer und überall. Aber nicht immer richten wir darauf unseren Fokus wie wir es vielleicht möchten oder es gut für uns wäre“, sagt Anja R. Steinhoff, die für die Contilia in Essen die Veranstaltung verantwortlich organisiert. Der Essener Gesundheitskonzern und seine Mitveranstaltenden haben für den mittlerweile 15. Frauen.Gesundheitstag in Präsenz erneut einen abwechslungsreichen und umfangreichen Mix rund um die Themen „Gesundheit und Medizin“, „Bewegung und Fitness“, „Entspannung und Achtsamkeit“, „Ernährung“ sowie „Spiritualität“ und „Kultur und Kreativität“ zusammengestellt. „Da sollte für jede Teilnehmerin etwas dabei sein“, ist sich Steinhoff sicher. „Ich freue mich, dass wir dank der engen Zusammenarbeit mit unseren Partnern und den Contilia Einrichtungen, aber auch mit Unterstützung der vielen ehrenamtlichen tätigen Referentinnen wieder ein so tolles Programm anbieten können. Wo sonst kann man in üblicherweise kostenpflichtige Workshops und Coaching-Angebote hineinschnuppern?“ Erstmalig in diesem Jahr macht das Kulturzentrum Schloß Borbeck beim Programm mit: „1.000 Jahre Frauenpower – Führungen mit Birthe Marfording durch die historische Dauerausstellung“. Die Expertin für die Geschichte des Schlosses lädt ein, mehr über die Fürstäbtissinnen von Borbeck zu erfahren.
Ernährung: gar nicht so einfach!
Auch wenn wir wissen, wie wir uns gut und vollwertig ernähren sollten: Für viele Frauen dreht sich das Leben dennoch genau darum, so Steinhoff. Die beiden Workshops „Frauenpower – mein individuelles Ernährungsthema“ und „Wechseljahre wegschlemmen? Geht das!?“ schauen hier genau hin. Ein Gesprächskreis stellt zusätzlich Tipps und Trick zum Fettstoffwechsel vor. Für Diabetikerinnen (oder interessierte Angehörige) gibt es noch einen Vortrag, der aufzeigt, was Betroffene für sich „Gutes im Miniformat“ tun können.
Engagement für das eigene Wohlergehen
Den Veranstaltern ist wichtig, dass beim Vortrags- und Workshop-Programm nicht nur die medizinischen Aspekte beleuchtet werden, sondern Betroffene mit ihren Erfahrungen zu Wort kommen. „Wir möchten, dass an diesem Tag neben den medizinischen Einblicken auch die Patientensicht erlebbar wird und Betroffene die Möglichkeit bekommen, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen“, sagt Michaela Weber-Freitag vom Selbsthilfenetzwerk Wiese e.V. und hebt die Vielfalt der Essener Selbsthilfegruppen hervor, von denen sich 13 Gruppen an den Ständen im Schloßpark vorstellen werden. „Der Standort hat viele Pluspunkte. Das Schloß und die Info-Wiese im Schloßpark ermöglichen in der entspannten Atmosphäre einen leichten und vor allem direkten Zugang zu unseren vielfältigen Angeboten“, so Weber-Freitag, die die Rolle der Selbsthilfeberatung vor allem als „Vernetzerin“ sieht – auch zu den anderen Essener Beratungsstellen. Großes Interesse erwartet Weber-Freitag nicht nur bei den Programmpunkten zu Krebs oder Depressionen, sondern vor allem bei den Themen toxische Beziehungen, Hochsensibilität und verlassene Eltern. „Das sind aus der Selbsthilfesicht unsere Top-Themen!“
Die eigenen Ressourcen stärken
Beliebt sind traditionell auch die Angebote und Workshops, die sich mit den Themen Entspannung, Achtsamkeit, Resilienz und der eigenen Ressourcenstärkung beschäftigen. In diesem Jahr wird es rund 15 Angebote aus diesem Themenfeld geben wie zum Beispiel einen Impro-Workshop, um eigene Grenzen zu setzen, einen Gesprächskreis, der die Selbstfürsorge bei Ängsten in den Mittelpunkt stellt, oder einen Vortrag, wie man mit „Authentischer Kommunikation“ oder auch mittels ätherischer Öle bei Hochsensibilität nah bei sich bleiben kann. Entspannungsangebote, Atemübungen sowie Spaziergänge im Schloßpark, die mit dem Thema Einsamkeit der Natur oder Waldbaden beschäftigen, und eine Lesung „Meine Emotionen – ganz nah bei mir“ runden den Frauen.Gesundheitstag ab. Kreativ entspannen können sich die Frauen auch bei zwei gestalterischen Workshops auf der Info-Wiese. Und wer mal etwas Neues in Sachen Fitness und Bewegung versuchen möchte, findet hier ebenfalls einige Angebote.
Infos zum Gesundheitstag für Frauen
Eintritt frei – ohne Anmeldung!
Die Plätze sind begrenzt; es gibt keinen Anspruch auf Teilnahme.
Es wird die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen (Buslinien 140, 143 und 170); der Parkraum ist begrenzt.
Veranstaltungsort: Schloß Borbeck, Schloßplatz 1 und 2 (vormals Schloßstr. 101), 45355 Essen
Alle Details zur Veranstaltung sowie das komplette Programm gibt es auf der Website des Frauen.Gesundheitstages:

Spaß und Lebensfreude durch Bewegung
In Schnupperkursen der Contilia Therapie und Reha GmbH und des VGSU können sich die Besucherinnen bei Feelgood-Übungen für die Faszien, einem Theraband-Workout, Qi-Gong oder Yoga für Nacken und Schulter ausprobieren. Neben dem VGSU-Klassiker „Erlebnistanz“ wird es in diesem Jahr das Bewegungsangebot „Brasils“ geben, das den Einsatz von Schüttelgeräten mit Samba-Rhythmen kombiniert. Oder AROHA, eine Mischung aus Tanz und Kampfkunst, angelehnt an die neuseeländischen Haka-Tänze. Zudem können die Besucherinnen die therapieunterstützten Bewegungsübungen mit einer Virtual-Reality-Brille probetesten. „Dies sind nur einige Beispiele aus dem vielfältigen Bewegungs- und Entspannungsangebot,“ erklärt Petra Brodeßer vom VGSU. „Wir möchten nah am diesjährige Motto bleiben und mit unseren Workshops Körper, Seele und Geist ansprechen und beim Abbau von Stress und Verspannungen helfen. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie kann ich über das Thema Bewegung (wieder) zu mir selbst finden?“
Dafür hat der VGSU sein Team in diesem Jahr von drei auf vier Übungsleiter erweitert. Auch am Info-Stand hält der Verein mit einem standardisierten und altersgerechten Test ein besonderes Angebot bereit: „Der Test wurde vom Deutschen Olympischen Sportbund entwickelt und ist auch für die Generation 50 plus mit altersgerecht angepassten Übungen machbar“, so Brodeßer. „Es geht hierbei um Beweglichkeit und Ausdauer. Mit dem Ergebnis können wir noch besser und individueller zu passenden sportlichen Angeboten beraten. Dazu gehört auch der Reha-Sport.“ Der VGSU hat sein Trainingsangebot zwischenzeitlich auch auf Borbeck ausgeweitet: In der Traugott-Weise-Schule finden neuerdings viermal wöchentlich Wassergymnastik und Reha-Sport statt.
Wohlfühltag im besonderen Ambiente
„Wir hoffen, dass wieder mehr als 1000 Frauen dabei sind,“ sagt Anja Steinhoff. Das Konzept für diese in der Region beliebte Veranstaltung sei einzigartig. „Unsere Veranstaltung ist ein Tag für Frauen, ein Gesundheits- und Wohlfühltag, an dem Frauen mal ausschließlich für sich sorgen können. Dies möchten wir mit dem Mix aus Information, Selbsterleben und Mitmachen, aber auch mit Austausch und Vernetzung mit anderen Frauen, mit Institutionen, Vereinen und den Essener Selbsthilfegruppen erreichen.“ Viele Frauen, so Steinhoff, kommen schon seit Jahren regelmäßig zum Frauen.Gesundheitstag – oft mit der Freundin, der Mutter oder Schwester. Janina Krüger von der Ehrenamt Agentur Essen wundert dies nicht: „Der Frauen.Gesundheitstag ist ein attraktives Veranstaltungsformat, das niederschwellig ohne Eintritt und Anmeldung für alle Frauen offen ist. So erreichen wir nicht nur Besucherinnen, die solche Gesundheitsformate schon immer nutzten, sondern auch Frauen, die neu in Essen zugewandert sind und Interesse haben, die Veranstaltung zu besuchen“, erklärt Krüger. „Dies versuchen wir als Ehrenamt Agentur Essen an den Info-Points mit unseren ehrenamtlichen Lotsinnen, die als Sprachmittlerinnen aktiv sind, zu unterstützen. Einige unsere Ehrenamtlichen haben selbst einen Migrationshintergrund und wissen das Format sehr zu schätzen. Sie freuen sich, dass sie etwas zurückgeben können.“