Die Kunst- und Kulturstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf hat zum vierten Mal ihren Förderpreis über 6.000 Euro vergeben.
Als besondere Form der Anerkennung für herausragende künstlerische Tätigkeit in Düsseldorf hat die Kunst- und Kulturstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf in diesem Jahr zum vierten Mal einen Förderpreis in Höhe von 6.000 Euro im Bereich Bildende Kunst ausgelobt.
Der Preis würdigt Künstlerinnen und Künstler, die herausragende Projekte in Düsseldorf konzipieren. Dabei stehen die kulturelle Bedeutung für die Stadt Düsseldorf, die künstlerische Qualität sowie die Innovation der Projektarbeit und des künstlerischen Schaffens im Vordergrund. Der Förderpreis wird sowohl für eine einzige künstlerische Leistung als auch für die bisherige Gesamtleistung einer kunstschaffenden Person verliehen, deren weitere Entwicklung eine Förderung verdient.
Den diesjährigen Preis hat die Künstlerin Lara Werth erhalten. Die Jury setzt sich aus der Förderpreisjury für den Bereich Bildende Kunst der Landeshauptstadt Düsseldorf zusammen. Gertrud Peters, Mitglied der Förderpreisjury, begründet die Wahl wie folgt:
„Lara Werth (*1996), Künstlerin und professionelle Kampfsportlerin, malt mit Edding, Acrylmarker, Öl-Stift oder Tusche energetische Urban Art-Wimmelbilder. Die dystopisch anmutenden Papierarbeiten wirken auf den ersten Blick chaotisch, bei näherer Betrachtung geben die detaillierten und kleinteiligen Zeichnungen Szenen eines von allen Menschen verlassenen Alltagslebens wieder. Zwischen leeren Häusern und Fightclubs tummeln sich lose Stromleitungen, umherfliegende Straßen, Bahngleise und Hängebrücken, die von Wasserfällen umspült und von Pflanzen überwuchert werden. Die Welt scheint aus den Fugen geraten zu sein, denn auch Dinosaurier, Riesenvögel und Tiger durchstreifen dieses fantastische Universum, das uns trotz seiner Düsternis traumhaft und anziehend vorkommt. Denn Lara Werth arbeitet mit leuchtenden Farben und schafft großformatige, offene Kollagen, die eine positive Zukunftsvision nicht ausschließen. Befürchtungen und Wünsche sind gleichermaßen berechtigt. Die Jury würdigt Lara Werths künstlerisches Werk, mit dem sie Gesellschaftskritik und utopisch-dystopisches Möglichkeitsdenken illustrativ verbindet.“
