27. März 2026

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Ausstellung in der LUDWIGGALERIE in Oberhausen: Anja Niedringhaus – An vorderster Front 

„Man muss den Leuten zeigen, was passiert ist. Wenn ich es nicht fotografiere, wird es nicht bekannt“, so Anja Niedringhaus im Jahr 2001.

Die Ausstellung Anja Niedringhaus – An vorderster Front widmet sich den eindringlichen Fotografien der vielfach ausgezeichneten Fotojournalistin, die über Jahre hinweg aus Kriegs- und Krisengebieten berichtet. Aufnahmen aus Regionen wie dem Balkan, dem Irak, Afghanistan, Gaza oder Libyen zeigen sowohl militärische Auseinandersetzungen und deren oft tödliche Folgen als auch das Leben der Zivilbevölkerung unter schwierigen Bedingungen. Gleichzeitig richtet Niedringhaus ihren Blick immer wieder auf Momente von Alltag, Würde und Lebensfreude – etwa auf spielende Kinder oder Frauen beim Burka-Kauf in Afghanistan. Ihre Bilder sind zugleich eindrucksvolle Zeugnisse von Krieg und menschlicher Resilienz.

Weniger bekannt, doch nicht weniger herausragend sind ihre Fotografien im Bereich des Sports. Besonders Leichtathletik und Tennis gehören zu ihren bevorzugten Motiven. Sie dokumentiert Weltmeisterschaften und Olympische Spiele und berichtet fast zwei Jahrzehnte lang regelmäßig aus Wimbledon. Darüber hinaus zeigt die Ausstellung Niedringhaus auch als einfühlsame Porträtfotografin.

Mit über 250 Aufnahmen zeichnet die Schau das vielschichtige Werk der Fotografin nach, die 2014 bei einem Attentat in Afghanistan ums Leben kam – ergänzt durch persönliche Gegenstände wie ihren Blauhelm oder ihre Schutzweste. 

Ausstellungseröffnung: Samstag, 9. Mai 2026, 19 Uhr, LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen

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