Das Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland hat eine neue Kampagne vorgestellt, die einen offeneren und vorurteilsfreieren Blick auf die Kinderhospizarbeit fördern soll. Kern der Kampagne ist ein Animationsfilm, der als Pro-bono-Projekt eines Kreativverbunds entstanden ist. Der Film nimmt die Zuschauer mit auf eine warme, farbenreiche und fantasievolle Reise ins „Regenbogenland“. Erst am Ende wird behutsam aufgelöst, dass sich hinter diesem magischen Ort das Kinder- und Jugendhospiz in Düsseldorf verbirgt und die Geschichte von drei Gästen erzählt wird, die das Regenbogenland begleitet hat.
Die Kampagne macht deutlich, wie wichtig ein offener gesellschaftlicher Umgang mit dem Thema „Tod von Kindern“ ist. Mit der Kampagne möchte das Regenbogenland nicht nur auf die eigene Arbeit aufmerksam machen und für Unterstützung sowie Spenden sensibilisieren. Vor allem soll sie helfen, Vorurteile abzubauen, Verständnis zu schaffen und den Blick auf die Kinderhospizarbeit zu verändern.
Die Szenen des Films sind inspiriert von den echten Erinnerungen dreier Kinder, die das Regenbogenland begleitet hat: Sophia, David und Daniel. Ihre Geschichten, ihre Freude und ihr Mut leben in diesem Film weiter und schenken der Öffentlichkeit einen lebensnahen Blick auf die Arbeit eines Kinder- und Jugendhospizes.
Sophia war der Sonnenschein im Regenbogenland. Ihre großen blauen Augen strahlten ganz besonders, wenn es Süßigkeiten gab, davon durfte sie im Regenbogenland auch ganz viel naschen. Sie liebte außerdem den Snoezelen Raum im Regenbogenland, ein gemütlicher Ort, an dem sie so gerne Zeit verbrachte, z.B. im gemütlichen Schwebestuhl unter den Leuchtfäden. Aus diesem Grund zeigt der Kampagnenfilm sie in einer Süßigkeiten-Welt und auf einer Schaukel schwebend.
David war ein Musiker, er hat eigene Songs gemacht. Neben dieser Leidenschaft war er auch ein großer Schalke-Fan. Er verbrachte seine Zeit am liebsten mit seinen Brüdern beim Fußball, auch wenn er selbst seit seinem 7. Lebensjahr nicht mehr laufen konnte. Kurz vor seinem Tod ermöglichte ihm das Regenbogenland einen Ausflug zu einem Spiel im Schalke-Stadion. Der Kampagnenfilm zeigt ihn als jubelnden Beobachter eines Fußballspiels und in seinem Lieblings-Fanschal.
Daniel hatte den Schalk im Nacken, und dafür brauchte dieser besondere Junge keine Worte. Nie um einen kleinen Spaß mit den Pflegekräften im Regenbogenland verlegen, genoss er seine zahlreichen Auszeiten an diesem für ihn und seine Mutter so besonderen Ort ganz besonders. Zu seinen liebsten Momenten gehörten neben den Ausflügen, die Besuche der felligen Freunde im Regenbogenland. Eine Runde kuscheln mit den Hunden bei der Tiergestützten Therapie? Definitiv ein Highlight bei seinen Aufenthalten. Aus diesem Grund zeigt ihn der Kampagnenfilm gemeinsam mit seiner Mutter und einem flauschigen Hund.
Aufgelöst wird der Film mit echten Bildern der drei Hauptcharaktere, die Aussage knüpft dabei an den Leitgedanken der Hospizarbeit an: „Wir können dem Leben nicht mehr Tage, aber den Tagen mehr Leben geben.“
Anna Schudt wird neue Botschafterin
Im Rahmen der Vorstellung des Kampagnenfilms wurde die Düsseldorfer Schauspielerin Anna Schudt von Norbert D. Hüsson, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland e.V. und der stellvertretenden Vorsitzenden Natalia Köhler als Botschafterin für das Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland ernannt. Als Botschafter werden Persönlichkeiten ernannt, die mit ihrem Namen glaubwürdig und authentisch für das Kinder- und Jugendhospiz stehen und sich mit den lebensverkürzend erkrankten Kindern und den betroffenen Familien solidarisieren. Sie tragen mit ihrem Engagement dazu bei, den Gedanken der Kinderhospizarbeit in die Öffentlichkeit zu tragen.
Für die Sprecherin des Films, Anna Schudt, die das Regenbogenland bereits unterstützt hat, ist das Engagement ein besonderes Anliegen. Sie erklärt: „Mich berührt die Arbeit des Regenbogenlands seit vielen Jahren. Mit meiner Stimme Teil dieser Kampagne zu sein, bedeutet mir sehr viel. Der Film zeigt, wie viel Wärme, Nähe und Lebensfreude in der Kinderhospizarbeit steckt. Wenn wir damit Berührungsängste abbauen können, ist schon viel gewonnen.“


Wie wichtig die Kampagne auch für den Förderverein ist, macht Natalia Köhler, stellvertretende Vorsitzende des Vorstands des Fördervereins Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland e.V., deutlich. Sie sagt: „Neben unserer Arbeit für erkrankte Kinder und Jugendliche und ihre Familien im Regenbogenland haben wir auch einen gesellschaftlichen Auftrag: Wir wollen Unsicherheiten und Ängste im Umgang mit dem Thema ‚Tod von Kindern‘ abbauen und zu mehr Offenheit beitragen. Dieser Film, der durch die großartige Pro-bono-Leistung eines Kreativteams entstanden ist, setzt dafür ein wichtiges Zeichen.“