4. April 2025

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Düsseldorf: Das Musikalische Line-Up des zweiten Chance Festivals

Das CHANCE Festival für deutsch-französische Popkultur, Nachhaltigkeit und Diversität geht in die zweite Runde: Nach einem erfolgreichen Auftakt auf der Düsseldorfer Galopprennbahn in 2021 findet das Festival in diesem Jahr am 2. und 3. September im Düsseldorfer Weltkunstzimmer statt. Mit französischsprachigen Musicacts wie dem belgischen Pop-Ausnahmetalent Pierre de Maere oder dem französischen Fem-Trio L.E.J. sowie Vorträgen und Workshops zu den Themen Nachhaltigkeit, Geschlechterparität und Vielfalt wird ein Wochenende lang in die Zukunft gedacht. Französisches „Savoir-Vivre“ kommt mit landestypischen Snacks & Drinks auch im Jahr 2022 nicht zu kurz: Zahlreiche Food- & Getränkestände servieren französische Spezialitäten. 

FREITAG, 2. SEPTEMBER 2022

GENERAL ELEKTRIKS, 20:00 Uhr

Die bereits etablierte Band hat sich als exzellente Liveband einen Namen gemacht. Der funkige Elektropop als auch die mitreißende Bühnenshow übertragen eine unglaubliche Energie auf die Zuschauer. General Elektriks spricht mehr als eine Sprache. Von den Keyboards aus praktiziert sie eine hochkarätige Symbiose aus Funk, Pop und Elektro, mit der Idee eines alchemistischen musikalischen Melting Pots im Kopf und dem Wunsch, diesen mit dem Publikum zu teilen. Mit zwei aufeinanderfolgenden Alben von 2016 bis 2018 hat die Band mehr als 200 Termine in Frankreich gegeben und dabei die Verbindung zu ihrem Publikum auf der Bühne immer wieder aufs Neue bestätigt.

Hervé Selters alias General Elektriks spricht von einem echten „Spagat zwischen Popularität und Experiment“. Eine bis zum Äußersten getriebene Interpretation dessen, was er als „L’Art Funk“ bezeichnet. Auch wenn die Musik bei vielen Stücken die Hüften anspricht, geht es in den Texten auch darum, eine sich in Frage stellende Menschheit zu thematisieren. Salters zufolge passen Klimakrise und Androiden-Funk gut zusammen. Auf dem zentralen Stück des aktuellen Albums, einer Suite aus drei Stücken mit dem Titel ‚Cosmic Check‘, stellt er sich die außerirdische Invasion unseres Planeten und die Reaktion der Menschen darauf vor. Wird ein gemeinsamer Feind die Menschen endlich dazu bringen, sich zu vereinen? Eine erstaunlich aktuelle Frage..


SAMSTAG, 3. SEPTEMBER 2022

OLYMPE CHABERT – 14:45 Uhr

Die 23-jährige Olympe Chabert, die 2018 durch das Rapperkombinat Columbine bekannt wurde, wird für ihre eigenwilligen Coverversionen von französischem Rap geschätzt. Vor kurzem konnte man ihre Stimme auf der EP des berühmten französischen Rappers Lujipeka hören. Nun enthüllt Olympe Chabert ihre eigenen Kompositionen und gibt in Düsseldorf auf dem CHANCE Festival ihr erstes Deutschlandkonzert. In ihren poppig anmutenden Stücken mit selbstbewussten Texten singt sie zynisch von ihrem Schwindelgefühl, Mitte zwanzig zu sein und das Leben noch vor sich zu haben. Olympe beschreibt ihre Musik so: «Mein erster Song „Trop“ handelte von der Melancholie, die man als junger Erwachsener haben kann, die Zukunft ist zum Beispiel ein Thema, das uns beschäftigt. Der Song hat auch etwas von einer „verlorenen Generation“. Ein weiterer handelt von der Liebe, der Verführung und den Fragen, die man sich über seine Sexualität stellen kann. Und es gibt auch Songs, die von der Verantwortung handeln, die man sich selbst auferlegt, um die Umwelt zu retten. Dieses Thema ist sehr relevant für meine Generation« .

DJEUHDJOAH & LIEUTENANT NICHOLSON – 16:00 Uhr

Das französisch-afroeuropäische Duo ist zurück mit einem neuen funky Meisterwerk, «Aimez Ces Airs». DJEUHDJOAH & LIEUTENANT NICHOLSON sind französische Komponisten und Afro-Soul-Sänger. Das Duo kreiert einen neuen Vibe mit französischen Klängen und mischt sie mit Jazz, Afrobeat, Elektronik und Soul. Sie nennen ihre Musik „Afropean Songs“, eine Sammlung von Jazz-Pop-Melodien, Afro-Soul und Funk-Arrangements, in denen auch Texte auf Kreolisch zu finden sind. Die Rhythmen sind straff und fokussiert, mit einigen Antillen-, aber auch Detroit-Elementen, begleitet von einer starken Bläsersektion, Vibraphon und analogem Schlagzeug. Es gibt viele Anklänge an die Ära des Jazz-Funks und die lyrische französische Art, gemischt mit etwas wärmeren Strömungen, die ihre größere Liebe zum modernen Funk und eklektischen Geschmack zeigen.

Es ist ein einzigartiger Sound, ein originelles Rezept, das französische Wortspiele mit einer universellen Botschaft verwendet. Aus dem aktuellen Album sticht besonders die inzwischen von der Kritik gefeierte Single „El Nino“ hervor, ein Afro-Funk-Juwel über den Klimawandel und „Fontaine“, ein Afro-Hit mit einer großartigen Kombination aus analogen Aufnahmen und elektronischen Dancefloor-Zutaten. Mit massiver Unterstützung durch nationale Radiosender und renommierte internationale DJs wie Gilles Peterson ist « Aimez Ces Airs » eines der aktuellen frankophonen Top- Funk-Alben des Jahres.


PIERRE DE MAERE – 18:30 Uhr

Er baut sein Leben bereits wie ein Werk auf, ein von der Kunst sublimierter Künstler, der mit knapp 20 Jahren zutiefst frei ist und sich spielerisch zwischen Musik, Mode und Fotografie bewegt. Der Stil von Pierre de Maere (ausgesprochen mare) ist wie die gewagte Kleidung des jungen Belgiers: flamboyant, schillernd, mutierend. Er kultiviert und zeichnet seine innere Welt, wagt ohne Netz stilistische Neuheiten und achtet dabei darauf, sich nie von der Popkultur zu entfernen. Ein Gesicht von unschuldiger Schönheit, androgyn und durchdringend. Moderner Dandy, Ästhet mit Extravaganz und Chic. Schon jetzt lässt sich eine Identität erahnen, die sich immer wieder neu formen und je nach Wunsch erneuern kann.

Die Ohren durchdrungen von Mainstream-Musik, die ersten Kompositionen im Alter von zwölf Jahren. Kein Gesangsunterricht, nur ein paar Schlagzeugstunden. Als Autodidakt saugt er Wissen und Informationen mit ungewöhnlicher Geschwindigkeit auf und springt mit vollem Einsatz von einer Leidenschaft zur nächsten. Die Jugendzeit ist geprägt von einem Fotografierrausch in Verbindung mit der Mode. Er durchläuft auch schnell die Kunsthochschule in Antwerpen, deren Unterricht er als zu konzeptuell empfindet. Mit seinem Dandy-Look, seiner Topffrisur und seinen komplexen Popmelodien gelingt es Pierre de Maere, gleichzeitig absolut zeitgemäß und völlig einzigartig zu sein. Wie bei seinen Idolen – u. a. Stromae, David Bowie, Lady Gaga – erkennt man auch bei ihm schon eine unverwechselbare Persönlichkeit, die sich nach Belieben verwandeln und erneuern kann.

L.E.J. – 20:45 Uhr

Lucie, Elisa und Juliette kennen sich seit ihrer Kindheit, gingen alle drei auf dasselbe Konversatorium. 2013 gründen sie L.E.J, um an einem Gesangswettbewerb teilzunehmen: sie gewinnen, treten live auf und entdecken, dass sie Bühnentiere sind. Ihre Musik – das Kennzeichen ist Julies Cello – bewegt sich zwischen Pop und Reggaeton, französischem Chanson und festlichem Electro-Pop. Sie spielen sowohl in den symbolträchtigsten Sälen von Paris, vom Olympia bis zum Cigale, als auch auf den größten französischen Festivals. Der Rest ist bekannt: ein wahnsinniger Erfolg, gekrönt von einem Victoire de la Musique im Jahr 2017, dem wichtigsten französischen Musikpreis, durch ihre Coverversionen von verschiedenen Sommerhits. Darauf folgt ein Album mit Originalkompositionen. Nun kehren sie mit ihrem neuesten Album «Pas peur» zurück. Die Erfüllung von fünf Jahren in der Branche, zwei Jahrzehnten als Musiker und einem Vierteljahrhundert als Freunde. Ihr letztes Album ist feminin und sinnlich. In einer Zeit, in der Frauen endlich über das sprechen können, worauf sie Lust haben, ein Recht, das ihren männlichen Kollegen schon lange zugestanden wurde. L.E.J. ergreifen das Wort, frei und natürlich, um von den Wünschen, Träumen und Errungenschaften einer Generation starker und unabhängiger Frauen zu erzählen.

Tickets sind ab sofort auf www.chance-festival.com erhältlich.

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